Das weis(s)e Sofa geht in die nächste Runde: https://youtu.be/4OgYHe47czU

Heutiges Thema, Monatsspruch: “Gott spricht: Sie werden weinend zu mir kommen, aber ich will sie trösten und leiten” (Jer 31,9).

  • Ist GOTT wirklich nur bei mir, wenn ich traurig bin?
  • Wende ich mich nur an GOTT, wenn es mir gerade nicht gut geht?

Die Antwort lautet: Nein! Denn Freude und Trauer gehören untrennbar zusammen. Wenn ich das Leid nicht kenne, kann ich auch die Freude nicht kennen. Es gibt eine Zeit der Trauer und eine Zeit der Freude, das berichtet uns der Prediger (3,1-11). In all diesen Zeiten begleitet GOTT* uns nicht nur, GOTT* leitet uns sogar und weist uns den rechten Weg. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir uns an GOTT* wenden; dass wir sehen, zuhören, unsere Stimme gegen Ungerechtigkeiten erheben und auch tröstende Worte finden können.

Das ist die Ambivalenz von Freude und Trauer, bzw. Leid, die wir auch am Kreuz sehen: Der leidvolle Weg Jesu hin zu seinem Tod und die daraus entstehende Freude und Zuversicht für alle Menschen, dass es mit dem Tod eben nicht vorbei ist. Die Freude über die Zuversicht, dass wir als Menschen erlöst sind. Allein aus Glaube, allein aus Gottes Gnade, durch Christus!

In diesem Sinne wollen wir in die Fußstapfen Jesu treten, seine Nachfolge antreten und die Gute Botschaft verkünden. Wir wollen “in Freude ausziehen und im Frieden geleitet werden” (Jes 55,12), um gemeinsam ein Leben in Fülle für alle Menschen zu ermöglichen (Joh 10,10).

Genau das wird dann besonders wichtig, wenn wir die Geschichte als Schablone unserer Gegenwart betrachten. In Zeiten wie diesen, in denen Antisemitismus wieder größer und Hass gegen “Fremde” weiter geschürt wird. Gerade jetzt müssen wir dafür einstehen, dass Mauern in Köpfen und Ländern durchbrochen werden, sodass wir gemeinsam in eine bessere Zukunft blicken können; damit wir Liebe verbreiten statt Hass zu schüren.